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Reportage: Hilfskonvoi nach Rumänien

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Reportage: Hilfskonvoi nach Rumänien
Details, Fotos und Links zum Thema

Vor vielen Jahren bat mich jemand um Spenden für einen Hilfskonvoi in die Ukraine. Ich konnte helfen und vermittelte palettenweise Gulaschkonserven aus abgelaufenen Beständen der Bundeswehr, konnte den Konvoi aber nicht selbst begleiten. Unterwegs wollte man seinen Hunger mit dem leckeren Fleisch stillen, von dem man so viel dabei hatte. Ich habe nur davon erzählen hören. Damals war es noch nicht alltäglich, weiter als bis zur Grenze der Deutschen Demokratischen Republik zu fahren. Östlich davon war man gleich sehr weit weg.
      Die Konserven enthielten kein Gulasch. Man hätte eine davon öffnen sollen, bevor der Konvoi sich in Bewegung setzte – aber wer denkt denn an so etwas? Die Dosen waren falsch etikettiert und enthielten hochkonzentrierten Erbseneintopf, der unverdünnt fast ungenießbar ist.
      Man hat es mir verziehen, aber die Geschichte grämte mich so sehr, dass ich im Winter 2004 selbst einen Hilfskonvoi in den schon etwas gezähmten Osten begleitete. 30.000 Weihnachtspakete für Kinder waren für die Fritz Walther Stiftung und den Round Table Deutschland nach Rumänien zu bringen und eigenhändig zu verteilen. Ich habe für meinen Fehler gebüßt und schrieb eine Reportage, die das Westfalenblatt in drei Fortsetzungen zwischen den Feiertagen veröffentlichte.

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Links zur Reportage

www.round-table.de

www.rt73.de

www.rt74.de/konvoi
Der Round Table ist ein aus dem angelsächsischen Kulturbereich stammender Serviceklub. Der Name geht zurück auf den runden Tisch von König Arthur. Junge Männer aus möglichst verschiedenen Berufen engagieren sich hier zur Pflege internationaler Kontakte und zur Unterstützung sozialer Projekte. Sie scheiden mit Vollendung des vierzigsten Lebensjahres automatisch wieder aus. Dies bewirkt einen ständigen Wechsel unter den Mitgliedern, deren Zahl sich in Deutschland auf mehr als 3.500 beläuft. Heinrich-Stefan Noelke ist Mitglied beim Tisch 73 in Gütersloh und gehört dort mittlerweile zu den Oldies.

www.rudolf-walther-stiftung.com

Im Zweiten Weltkrieg rettete ein Rumäne das Leben des Soldaten Rudolph Walther. Der erinnerte sich später daran, als ihm mit dem Möbelhaus Walther beispiellose Erfolge gelangen und gründete eine Stiftung. Mit dem gesammelten Geld wurde in Temesvár in Rumänien ein erstes Kinderdorf für aktuell 165 Sozialwaisen gegründet, welches einen Kindergarten, Schule, Werkstätten für die berufliche Ausbildung und ein Gartenbauprojekt anbietet. Temesvár, früher Temeschburg und Zentrum der Banater Schwaben, hat eine lange deutsche Tradition. Im Dezember 1989 wurden hier Ceausescu und seine Frau Elena von einem anonymen Sondergericht zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Stiftung unterhält heute weitere Kinderdörfer in Guatemala, Bosnien und auch in Deutschland. Einmal im Jahr werden gespendete Hilfsmittel und vor allem die von verschiedenen Tischen des Round Table gesammelten Weihnachtspäckchen in einem Konvoi nach Rumänien gebracht.